sfs-archery -Traditionelles Bogenschießen-

Nur 20 Pfeile / Ein Weg zur Motivation

Um im Bogenschießen, oder auch bei jedem anderen sportlichen Hobby, besser zu werden bedarf es kontinuierlichem Training. Nur 1x oder 2x im Jahr Bogenschießen gehen klappt zwar auch, man darf dann aber im Resultat nicht zu viel erwarten. Da hilft dann auch der schönste Bogen und die besten Pfeile nichts. Technik ersetzt keine Übung !

Trainingsprotokoll

Trainingsprotokoll

Kontinuität im Training

Aus den Trainingswissenschaften weis man das nur regelmäßiges Training Erfolge bringt. Und dabei ist es besser öfters zu trainieren als selten und dafür länger. Also lieber 3x 30 Minuten in der Woche als 1x und dann 4h lang. (fiktive Beispielzahlen) Hintergrund dieser Aussage ist das bei längeren Trainingseinheiten ein (muskulärer und mentaler) Ermüdungseffekt viel stärker eintritt und dann das Training ineffektiv macht. Aber auch längere Trainingseinheiten sind sinnvoll wenn man z.B. Wettbewerbe bestreiten will die über einen längeren Zeitraum gehen. Dann muss man auch die körperliche und mentale Kondition haben die gesamte Zeit Leistung abrufen zu können.

Der innere Schweinehund

Man hat ja auch noch ein Leben abseits des Bogenschießens. Nach einem anstrengenden 8h oder 10h Arbeitstag kann man sich nicht immer aufraffen noch mal trainieren zu gehen. Meistens klappt das, aber halt nicht immer. Und hier möchte ich euch mal eine Methode Vorstellen wie ihr den inneren Schweinehund überwinden könnt.

„Nur 20 Pfeile“. Wie belüge ich erfolgreich meinen inneren Schweinehund

Das ist nicht nur eine Überschrift sondern eine Methode wenn der innere Schweinehund mal wieder richtig aktiv ist.

Man hat herausgefunden das wenn man mal eine Tätigkeit begonnen hat man diese dann auch höchstwahrscheinlich durchzieht. Egal wie viel Lust man hat. Das gilt nicht nur für das Bogenschießen sondern auch für vieles andere. Egal ob Zimmer aufräumen, Auto waschen oder Kraftsport. Aber wie kann man sich diese Erkenntnis nun zu nutze machen? Einfach in dem man den inneren Schweinehund belügt !

Wenn man mal gerade so gar keinen Bock hat und der Schweinehund so richtig am kläffen ist dann sagt man ihm einfach: „Nur mal kurz 20 Pfeile schießen!“

Wenn man das sich nur selbst glaubhaft „vorlügt“ passiert folgendes (bildlich gesprochen)

  • Der innere Schweinehund gibt nach weil er davon ausgeht das man nur „kurz“ was macht. Der Schmerz also auch schnell vorbei ist.  ==>Man rafft sich dadurch auf die Tätigkeit anzufangen)
  • Wenn man dann beim Training ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch das man doch länger trainiert als „nur die 20 Pfeile“. ==>Man trainiert länger als ursprünglich geplant. Denn wenn man schon mal angefangen hat ….

Durch diesen Selbstbetrug schafft man es also erfolgreich das ein oder anderen Motivationsproblem aus dem Weg zu räumen und dann doch ein Training vollständig durchzuziehen.

Diese Methode hat aber leider auch Nachteile. Wenn man sich glaubhaft selber belügen will, dann darf man das nicht zu oft machen. Denn der innere Schweinehund lernt auch dazu. Irgendwann merkt der innere Schweinehund das „nur mal 20 ‚Pfeile“ eigentlich „2h Training“ bedeutet. Und dann klappt das einfach nicht mehr. Man sollte also diese Methode eher selten einsetzen.

Der zweite große Nachteil ist das „nur mal 20 Pfeile“ nur dann richtig klappt wenn die Anfahrtszeit zum Training möglichst kurz ist. 1h Anfahrt zum Trainingsgelände für „nur mal 20 Pfeile“ ist eben auch eine echte Motivationsbremse. Denn da sagt der Schweinehund „1h Anfahrt für nur 20 Pfeile? Das lohnt sich nicht!“

Und nun viel Spaß beim erfolgreichen belügen des inneren Schweinehundes und viel Erfolg beim Training.

 

Gruß

sfs-archery / Sören